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Irmi, Theresa und Sepp Guggenbichler |
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Seit dem Frühjahr 1990 sind Sepp und Irmi Guggenbichler Senner auf der Hefteralm. |
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Vollkommen
unverhofft wurde ihnen die Stelle der Sennerleut angeboten, |
Doch wie alles begann........
Die Hefteralm
gehörte einmal als „LEHEN“ zum Erzbistum Salzburg, zu dem in dieser Zeit auch
das Kloster zu
Frauenchiemsee gehörte.
Dies ist vor allem an der eigenwilligen
Bauweise des Almdaches zu erkennen, dass einen „Walm“ darstellt,
wie es im
Pongau und im Salzburgerischen immer noch zu sehen ist.
Die Alm wurde um
die Jahrhundertwende viele male verkauft, bis sie Anfang 1900 vom Hefterbauern
zu
Grassau erstanden wurde.Zu diesem
herrschaftlichen Anwesen gehörten zur damaligen Zeit eine Landwirtschaft,
ein
Wirtshaus und eine eigene Metzgerei.Doch leider
wurde dies alles in den Kriegsjahren (1940) Stück für Stück verkauft.
Daher der
Name Hefteralm.
1946 kauft die
Kaltblutzuchtgenossenschaft Traunstein die Alm und bewirtschaftet diese weiter.
Die Almflächen
der Ross- und Frauenalm wurden ebenfalls dazugekauft.
Die Sennerleut der Hefteralm
1949-1954 Töchter der Almbauern
1955-1965 Renoth Hermann, Grassau
1966-1989 Fanny und Wast Hilger, Grassau
1990-
heute Sepp und Irmi Guggenbichler, Staudach
Seit dem
Frühjahr 1990 sind Sepp und Irmi Guggenbichler Senner auf der Hefteralm.
Vollkommen
unverhofft wurde ihnen die Stelle der Sennerleut angeboten, als die „alten
Senner“
Wast und Fanny Hilger die Alm aus Altersgründen nicht mehr weiterführen
konnten.
Bei richtigem
Sauwetter fuhr Irmi Guggenbichler mit ihrem Vater Georg Gehmacher und dem
Schriftführer der Genossenschaft Gregor Lindlacher auf die Alm.
Ein Ehepaar
hatte sich um die Sennerstelle beworben und wollte die Hütte begutachten.
Die Hütte hatte
viele Monate über dem Winter leer gestanden und so kam ihnen beim öffnen
der
Haustüre ein unangenehmer modriger Geruch entgegen.
Die junge Frau
war noch nie im inneren der Hütte und fing an neugierig herum zu suchen.
Sie ließ Luft in
die Hütte-, öffnete Fenster und Türen, begutachtete Stall und Heuboden.
Gori Lindlacher
kam der neugierigen Irmi hinterher und erzählte ihr, dass das interessierte
Paar
abgesagt hätte.
Der Zustand der Hütte und des Fahrweges sei ihnen zu schlecht.
Ohne auch nur
eine Sekunde zu überlegen sagte sie:
............ Dann mach i des!
Warum sie so
reagierte, kann sie bis heute nicht sagen.
Aber die Hütte
gefiel ihr, sie wusste nur noch nicht wie sie alles machen sollte und konnte.
Am Abend
besprach sie sich mit ihrem Mann Sepp.
Dieser ist Waldfacharbeiter beim Forst.
Er kannte seine
Frau schon und sagte ihr jede Hilfe zu.
Viel wurde von
nun an an der alten Hütte herumgerichtet.
Aber wie ein altes Sprichwort schon
sagt: neu Besen kehren gut.
Und solche Besen
waren Sepp und Irmi.
Zusammen mit den
Bauern der Kaltblutzuchtgenossenschaft wurde aus der leicht baufälligen
Hütte,
ein richtiges Schmuckkasterl.
Das Dach , das
an vielen Stellen undicht war (in der Stube musste man bei Regen 3 Eimer
aufstellen)
wurde komplett gerichtet, ohne die alte Bauweise zu beeinträchtigen.
Böden,
Holzdecken, Verschalungen, Isolierungen, Kachelofen, Küchenofen, Wasseleitung, Melkmaschine,
Badezimmer, Toiletten, Milchkammer , ja die ganze
Einrichtung…….alles musste nach und nach renoviert werden.
Am meisten
Arbeit machten jedoch die alten Zäune. Sie mussten abgebaut und komplett
erneuert werden, neue
Tränken gebaut und die schlechten Wege erneuert und
erhalten werden. Die Alm war schon bedenklich verwildert
mit Gestrüpp und
Disteln. Es musste geschwendet und gemäht werden, Disteln gezogen , Gehölz
entfernt und
neu Grasnabe gesäht werden.
Die Stallungen
auf der Ross- und Frauenalm wurden ebenfalls renoviert oder neu aufgebaut.
Der Tag beginnt
um 5:00 Uhr früh und dauert meisten bis 8:00 Uhr abends, bis sie endlich
verschnaufen können.
Das hängt auch mit den vielen Gästen zusammen, die gern
auf die Alm kommen.
Die Alm gehörte früher zum Postwirtshaus in Aschau. Die
Alm hat seither eine eigene Schankkozession.
Daher ist auch mehr Bewirtung
möglich, als das"almübliche Ausschank-Abkommen" normalerweise gestattet.
Nicht nur, dass
es auf dem Berg bei einer Rast sowieso besser schmeckt, bemüht sich Irmi alles,
was sie anbietet,
selbst herzustellen.
……und so könnte man immer weiter erzählen….